Vollausbau Lötschberg-Basistunnel beginnt 2028

Ergänzend zum Ausbauschritt Verkehr ’45 werden zwischen 2035 und 2045 aber auch weitere zusätzliche Ausbauprojekte in Betrieb gehen, die bereits weit fortgeschritten sind und keine weitere Überprüfung mehr erforderlich machen. Das ist etwa die Mehrspur Zürich–Winterthur mit dem Brüttenertunnel (wir berichteten), der Ausbau des Knotens Bern und auch der Lötschberg-Basistunnel.
Denn hier ist es bereits beschlossene Sache, den sogenannten Vollausbau ab 2028 durchzuführen. Der 35 Kilometer lange und 2007 eröffnete Tunnel zwischen dem Kanton Bern und dem Wallis ist auf 21 Kilometern lediglich einspurig ausgeführt, wobei auf 14 Kilometern bereits eine zweite Röhre ausgebrochen, aber im Rohbau verblieben ist – Aus Kostengründen. Die letzten sieben Kilometer beim Nordportal Frutigen wurden nie ausgebrochen. Nun soll der restliche Ausbruch und Ausbau realisiert werden, um einen Halbstundentakt ins Wallis zu ermöglichen und mehr Flexibilität im Güterverkehr zu erreichen.
Die Einwendungsfrist zu dem 1,7 Milliarden Franken schweren Projekt ist Mitte September beendet worden. Es sind keine wesentlichen Änderungen mehr am Projekt vorgesehen. Der größte Teil der Bauarbeiten ist überdies bereits bewilligt, wobei eben überwiegend im Berg gearbeitet wird. Auch eine neue Nothaltestelle soll nun zudem entstehen, für die die Planung und Organisation des Bauablaufs angepasst werden muss. Rund zehn Jahre sollen die Arbeiten dauern.
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Zuerst erschienen im BahnBrief vom 28. September 2026.