SBB unterstützen Ausbauschritt Verkehr ’45

Alle zehn Jahre wird ein neuer Ausbauschritt des Schweizer Bahnnetzes projektiert: Momentan gilt die Zieletappe 2035 als Horizont für diverse Vorhaben. Kern des Konzept ist es grundsätzlich, gesamthafte Angebotsziele zu beschließen und nicht primär einzelne Strecken – anders als anderswo.
Während sich wesentliche Ausbauten bis 2035 jedenfalls noch im Planungsstadium befinden, arbeitet das BAV bereits am Ausbauschritt für 2045 und hat eine Vorlage vorgelegt, zu der auch die SBB nun Stellung genommen hat. Grundsätzlich werden die Ziele und Maßnahmen befürwortet, wobei klar ist, dass die zur Verfügung stehenden Finanzmittel nicht ausreichen, um sämtliche Vorhaben der kommenden Ausbauschritte gleichzeitig umzusetzen. Daher haben die SBB eine Prioritätenliste aufgestellt: Erstens solle der Erhalt der bestehenden Bahninfrastruktur stehen, da die Instandhaltung, Wartung und Erneuerung wichtig seien, um die derzeitige Stabilität und Zuverlässigkeit auch langfristig zu halten. An zweiter Stelle würden laut SBB dann die Umsetzung der für den Schritt 2035 projektierten Maßnahmen stehen: Darunter Kapazitätsausbauten wie der Viertelstundentakt zwischen Zürich und Bern, zusätzliche Verbindungen in der Region am Genfersee sowie der Halbstundentakt zwischen Luzern und Bern. In einem dritten Schritt steht laut SBB dann die weitere Digitalisierung des Bahnsystems, mit der die Leistungsfähigkeit erhöht und dichterer Zugverkehr möglich wird.
Erst danach stünden, in einem vierten Schritt, weitere Ausbaumöglichkeiten für Angebotsverdichtungen an. Diese sollten klar unter Maßgaben der Nachfrage und Wirtschaftlichkeit abgewogen werden. Genannt werden etwa der Tiefbahnhof Genève Cornavin, das vierte Gleis in Zürich Stadelhofen, der Zimmerbergbasistunnel II, Kapazitätsausbauten in Basel sowie der Tiefbahnhof Luzern.
In der Vorlage zu Verkehr ’45 heißt es, dass aber auch 68 kleinere bis mittlere Ausbauten im Umfang von rund 2,5 Mrd. Franken, die das Parlament im Rahmen früherer Ausbauschritte geplant hatte, gestrichen werden würden. So stehen anderen Vorhaben mehr Mittel zu.
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Zuerst erschienen im BahnBrief vom 28. September 2026.