Großsanierung Berlin Hbf ab 2030er-Jahren

Der 2006 eröffnete Berliner Hauptbahnhof muss wohl ab den frühen 2030er-Jahren umfangreich saniert werden. Das berichten verschiedene Medien mit Verweis auf den Chef der Personenbahnhöfe in der Region Ost bei der DB InfraGO. Der Bau weise wohl nach 20 Jahren Betrieb einige Schwachstellen auf, an denen gearbeitet werden müsse. Schon länger ist bekannt, dass die DB die Kapazität der beiden Fernbahnsteige in der oberen Ost-West-Ebene erhöhen will, da es hier immer wieder zu dichtem Gedränge kommt. Schon mehrfach wurde wohl angedacht, die Lichtaugen in den Bahnsteigen zu schließen, um die Warteflächen zu verbreitern – Dann könnte es aber mit dem Architekturbüro des Bauwerks gmp zu Konflikten kommen, wird von verschiedenen Seiten spekuliert.
Auch die grundsätzliche Bausubstanz sei „nicht wirklich gut“, so der Bahnmanager. Es gebe „Bedarf, sich mit dem Gebäude zu befassen“. Schon in der Bauzeit entwickelte sich der Bahnhof zu einem Pannen-Projekt: Schwieriger Untergrund, bröseliger Beton und Grundwasser bescherten dem Vorhaben immer mehr Überraschungen. Zuletzt kam es beim Bau der zweiten Nord-Süd-S-Bahn zu Funden von Beton an Stellen unter dem Humboldthafen östlich des Bauwerks, wo eigentlich keiner sein sollte. So wurde zunächst ein provisorischer Bahnsteig unter der nördlich gelegenen Invaldienstraße gebaut, der bekanntlich dieses Jahr in Betrieb gegangen ist. Der eigentliche Bahnsteig der S15 wird erst noch gebaut – Möglich ist hier etwa, dass auch ein direkter Übergang, etwa per Aufzug, zwischen diesem und dem bestehenden S-Bahnsteig auf der oberen Ebene entstehen könnte.
Es gibt also verschiedene Themen bei einer möglichen Sanierung, wobei bislang eben nur zu spekulieren ist. Die Bahn befasst sich jedenfalls momentan mit den möglichen Details. Während die Ost-West-Fernbahn in diesen Wochen für Instandhaltungsmaßnahmen gesperrt ist, entsteht immerhin bereits ein neues Gleiskreuz auf der Stadtbahn zwischen Hauptbahnhof und Bellevue, welches mehr Betriebsflexibilität schafft.
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Zuerst erschienen im BahnBrief vom 28. September 2026.