Siemens liefert 56 Desiro HC und Mireo für Mainfranken

Siemens Mobility hat auf der InnoTrans einen weiteren Vertrag für Mireos und Desiro HC abgeschlossen: 56 Stück für die Region Mainfranken. Die BeNEX-Gruppe hat konkret 30 dreiteilige Mireos sowie 26 vierteilige Desiro High Capacity geordert. Sie sollen ab Dezember 2030 auf den Verbindungen Frankfurt–Würzburg–Nürnberg/Bamberg in Hessen und Bayern eingesetzt werden. Die Mireos haben jeweils 210 Sitzplätze, zwei Toiletten und 18 Fahrradstellplätze. Für stark nachgefragte Verbindungen kommen die 26 Desiro-HC-Züge zum Einsatz, die mit 424 Sitzplätzen, drei Toiletten und 39 Fahrradstellplätzen pro Fahrzeug deutlich mehr Kapazität als bisher schaffen. Die Bestellung der Fahrzeuge ist nun der nächste Schritt, nachdem die BeNEX den Zuschlag bereits im Juli erhielt. Das künftige Verkehrskonzept basiert auf dem bisherigen, wobei um Würzburg teilweise mehr Fahrten geschaffen werden. Die RS 1 zwischen Marktbreit und Würzburg soll zum ganztägigen Stundentakt ergänzt werden, sodass gemeinsam mit dem RE80 ein Halbstundentakt entsteht. Verstärkerzüge sollen bis Gemünden am Main verlängert, Taktlücken geschlossen und das Angebot auf den Strecken nach Kitzingen und Nürnberg ausgebaut werden.
Für Betrieb und Instandhaltung rüstet Siemens die Einheiten mit der digitalen Plattform Railigent X aus, worüber Diagnosedaten, Fahrgastzählungen und Informationen für Fahrgastinformationssysteme ausgewertet werden. Der Vertrag inkludiert auch Ersatzteile und Spezialwerkzeuge, um eine hohe Fahrzeugverfügbarkeit sicherzustellen. Ausgerüstet werden alle Fahrzeuge grundsätzlich mit ETCS und PZB.
- ÖBB investieren 2,6 Mrd. Euro in Digitale Stellwerke
- Entscheidung zur NBS Hamburg–Hannover vertagt + neues Gutachten
- Siemens liefert 56 Desiro HC und Mireo für Mainfranken
- Großsanierung Berlin Hbf ab 2030er-Jahren
- SBB unterstützen Ausbauschritt Verkehr ’45
- Vollausbau Lötschberg-Basistunnel beginnt 2028
- Zwei ausgemusterte 4020 werden Testträger für automatisiertes Fahren am Erzberg
Zuerst erschienen im BahnBrief vom 28. September 2026.