Frecciarossa startet Probefahrten in Deutschland

Der Einstieg Italos in Deutschland ist in aller Munde – doch nicht die neuen dunkelblauen Züge werden die ersten italienischen Züge nördlich der Alpen sein: Mit den roten Frecciarossas wird das staatliche Bahnunternehmen Trenitalia seinem privaten Kontrahenten einen Schritt voraus sein. Das allerdings in Kooperation mit der DB und ÖBB, wie wir bereits berichteten. Ab Sommer 2027 soll es soweit sein. Bevor es aber dazu kommt, muss der Frecciarossa, genauer gesagt der ETR 1000 noch die Zulassung für Deutschland und Österreich erhalten. Genau dafür finden seit Anfang September Zulassungsfahrten auf ausgewählten Strecken statt. In Deutschland geschieht das auf der Achse Berlin–München–Kufstein, wobei in Österreich nicht nur der Abschnitt Kufstein–Brenner, sondern auch Salzburg–Wien genutzt wird. Die Testfahrten dienen nun der Überprüfung der technischen Kompatibilität, etwa mit den entsprechenden Sicherungssystemen und Betriebsabläufen.
ÖBB und DB beteiligen sich laut Trenitalia an den aktuellen Versuchsfahrten. Ursprünglich war vorgesehen, bereits ab Dezember 2026 die Verbindungen München–Mailand und München–Rom aufzunehmen – jetzt soll es offenbar zum Fahrplanwechsel im Sommer 2027, also Mitte Juni soweit sein. Mailand–München wird rund 6,5 Stunden dauern, Rom–München etwa 8,5. Ab Eröffnung des Brennerbasistunnels werden sich die Reisezeiten aber um etwa eine Stunde verkürzen. Und ab Ende 2028 sind über die genannten Verbindungen hinaus Verlängerungen nach Berlin sowie Neapel vorgesehen.
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Zuerst erschienen im BahnBrief vom 8. September 2026.