Infrastruktur

Brennerbasistunnel verschiebt sich auf 2034 und wird noch teurer

Brennerbasistunnel verschiebt sich auf 2034 und wird noch teurer

Der Brennerbasistunnel geht erst 2034 in Betrieb, zwei Jahre später als zuletzt geplant. Das hat die Projektgesellschaft BBT SE letzte Woche Dienstag nach einer Aufsichtsratssitzung mitgeteilt. Gleichzeitig steigen die Gesamtkosten von 10,5 auf 11,7 Milliarden Euro. Als Gründe nennen die beiden Vorstände Umberto Lebruto und Martin Gradnitzer zusätzliche Bauarbeiten und die Integration der Bahntechnik: Der Erkundungsstollen wird zum Servicetunnel umfunktioniert, was weitere Bauwerke erfordert, dazu kommen verschärfte Sicherheitsanforderungen bei der Bahnausrüstung und die allgemeine Teuerung. Verkehrsminister Peter Hanke nannte die Entwicklung unerfreulich, Tirols Landeshauptmann Anton Mattle sprach von einem Rückschlag.

Dabei kommt die Verschiebung in einem Moment, in dem auf der Baustelle eigentlich Meilensteine gefeiert werden: Ende Juli waren Österreich und Italien erstmals unterirdisch verbunden, zu diesem Zeitpunkt waren 220 der 230 Kilometer des gesamten Tunnelsystems ausgebrochen. Ende August wurde die erste der beiden Hauptröhren auf ihrer vollen Länge von rund 55 Kilometern zwischen der Sillschlucht bei Innsbruck und Franzensfeste durchgängig.

Wie aus dem Eröffnungsziel 2016 schließlich 2034 wurde, warum ein geplatzter Bauvertrag das Projekt um Jahre zurückwarf und wieso der fertige Tunnel im Norden noch lange auf seinen Zulauf warten muss: Die ganze Geschichte des Jahrhundertprojekts gibt es in dieser Ausgabe im BahnBrief Plus.

Land: ÖsterreichLand: ItalienVerkehrsbetrieb: ÖBBTyp: Tunnel

Zuerst erschienen im BahnBrief vom 26. Oktober 2026.