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Alstom-Aktie bricht ein: Der Coradia Max wird zum Milliardenproblem

Alstom-Aktie bricht ein: Der Coradia Max wird zum Milliardenproblem

Schwarzer Montag für Alstom: Die Aktie des französischen Herstellers verlor zu Wochenbeginn zeitweise rund 30 Prozent, seit Jahresbeginn hat sich der Börsenwert mehr als halbiert. Auslöser ist die zweite Prognosesenkung innerhalb eines Jahres, und die hat es in sich. Die bereinigte operative Marge für das laufende Geschäftsjahr kappt Alstom von 6,5 auf nur noch rund 1 Prozent, im ersten Halbjahr lag sie sogar bei minus 4 Prozent. Statt eines positiven freien Cashflows erwartet der Konzern nun einen Abfluss von 1,5 Milliarden Euro, die Analysten der Citi beziffern das auf rund ein Fünftel des gesamten Börsenwerts. Auch das Produktionsziel sinkt von bis zu 4.500 auf rund 4.000 Wagen im Jahr. Zum Schuldenabbau kündigt Alstom ein Programm über rund zwei Milliarden Euro an.

Bemerkenswert ist die Begründung: Als Kernproblem nennt Alstom ausgerechnet den Coradia Max und dessen Projekte in Deutschland. Technische Probleme und zusätzliche Testfahrten ziehen die Zulassung des Doppelstockzugs in die Länge, Auslieferungen verschieben sich, die Profitabilität leidet. Für Leserinnen und Leser von bahnblick ist das keine Überraschung: Wir haben die Verzögerungen des Coradia Max, von sieben verschobenen Lieferterminen in Niedersachsen bis zu den Testfahrten in Velim, erst kürzlich in einem ausführlichen Video und im BahnBrief Plus seziert. Dass der Pannenzug nun einen der größten Bahnhersteller der Welt ins Wanken bringt, zeigt die Dimension des Problems. Knapp 300 Fahrzeuge haben deutsche Aufgabenträger bestellt, und mit jedem weiteren Monat Verzug wächst der Schaden auf beiden Seiten.

Land: DeutschlandLand: FrankreichHersteller: Alstom

Zuerst erschienen im BahnBrief vom 2. November 2026.