Personenverkehr

Zusätzliche Fahrzeitreserven des IC Zürich – Stuttgart

Ein DB IC2 auf der Verbindung Stuttgart–Zürich.

Bahnverbindungen zwischen der Schweiz und Deutschland sind seit Jahren ein leidiges Thema. Regelmäßig müssen deutsche Züge aufgrund zu hoher Verspätung an der Schweizer Grenzen enden und werden durch einen pünktlichen Ersatzzug ersetzt. So auch auf der Verbindung von Stuttgart über die Gäubahn bis Schaffhausen und Zürich.

Seit Dezember 2025 verkehrt nur noch jeder zweite Zug aus Stuttgart durchgehend nach Zürich. Die übrigen Züge enden planmäßig bereits in Singen, wo ein abgestimmter Anschlusszug die Weiterfahrt in Richtung Schweiz übernimmt. Zusätzlich setzt die SBB ab Schaffhausen Ersatzzüge ein, wenn die aus Deutschland kommenden Verbindungen mit größeren Verspätungen unterwegs sind. Durch diese Maßnahmen konnte die Pünktlichkeit auf dem Abschnitt Schaffhausen–Zürich auf rund 80 Prozent erhöht werden, verkündeten die SBB nun. Auch ist nun klar, wie es weitergeht: Zumindest bis Frühjahr 2027 bleibt es bei dem bisherigen Ersatzzugkonzept; jedoch sind auf deutscher Seite Maßnahmen ab Dezember vorgesehen. Es soll, je nach verbindung, bis zu elf Minuten mehr Fahrzeitreserve geben sowie einzelne Zwischenhalte in Deutschland gestrichen werden. Trotz der angestrebten höheren Betriebsqualität ist das natürlich auch ein Rückschritt im Angebot, der für einige Pendler:innen von Nachteil sein dürfte.

Im Frühjahr 2027 soll dann eben ermittelt werden, ob die Maßnahme hilft und inwieweit wieder zu den stündlich durchgehenden Zügen zurückgegangen werden kann.

Land: DeutschlandLand: SchweizVerkehrsbetrieb: SBB

Zuerst erschienen im BahnBrief vom 19. Oktober 2026.