Infrastruktur

Nachbesserungen beim Ersatzkonzept Generalsanierung Berlin–Hannover

Die Generalsanierung Hannover–Berlin im Überblick

Seit dem 2. Oktober ist die Schnellfahrstrecke von Lehrte bei Hannover bis Berlin-Spandau zwecks Korridor- bzw. Generalsanierung dicht. Und zwar für einen, auch im Vergleich zu den anderen bislang und noch geplanten Sanierungen, langen Zeitraum von 14 Monaten bis Dezember 2027. Betrachtet man die konkreten Maßnahmen, so sind die umfassend notwendigen Bautätigkeiten vor allem auf den Zustand der Festen Fahrbahn zurückzuführen. Als die Strecke in den 90er-Jahren mit der Technik ausgestattet wurde, lief die technische Entwicklung sowie jene am Bauprozess noch auf Hochtouren und so wurden verschiedene Typen von verschiedenen Baufirmen umgesetzt. Vor allem auf zwei Abschnitten, zwischen Gardelegen und Stendal sowie Schönhausen und Rathenow, ist der bauliche Zustand der rund 30 Jahre alten Infrastruktur schlecht. Hier steht eine Kompletterneuerung durch die modernere Feste Fahrbahn „Rheda 2000“ an.

Von vielen Seiten wird jedenfalls die Länge der Sperrung kritisiert, zumal aufgrund der nicht rechtzeitig elektrifizierten parallelen Lehrter Stammbahn (nun auch erst im Dezember 2027 fertig) jeder ICE zwischen Hannover und Berlin etwa 80 Minuten länger braucht. Weitere kleine Verbesserungen wurden jedenfalls nun als Ausgleich realisiert: Zusätzliche Ersatzbuslinien nach Stendal und Wolfsburg und auch ein zusätzlicher Behelfsbahnsteig in Magdeburg für mehr Flexibilität wird noch gebaut. Von Dezember an sollen zudem zwischen Wolfsburg und Mieste wieder Züge fahren und der Schienenersatzverkehr entfallen. In Magdeburg und Braunschweig halten durch die Baumaßnahme deutlich mehr Fernverkehrszüge als sonst.

Typ: ElektrifizierungTyp: GeneralsanierungTyp: Sanierung

Zuerst erschienen im BahnBrief vom 6. Oktober 2026.