Infrastruktur

DB reduziert Generalsanierungen auf zwei pro Jahr

Haltestellenschild für Schienenersatzverkehr vor einer Reihe magentafarbener MAN-Ersatzverkehrsbusse.

Die Baupläne der Deutschen Bahn verzögern sich um Jahre. DB-Chefin Evelyn Palla erklärte vergangene Woche vor Journalisten in Berlin, dass vier Generalsanierungen pro Jahr zu viel seien, künftig rechne sie mit zwei, bei besonderen technischen Notwendigkeiten mit drei Sanierungen pro Jahr.

Das überarbeitete Konzept wird derzeit mit dem Bundesverkehrsministerium abgestimmt und soll bald vorgestellt werden. Genaue Jahreszahlen für die verschobenen Korridore nannte Palla nicht.

Die Ankündigung ist ein bemerkenswertes Eingeständnis nach einem Jahr, in dem kaum eine Korridorsanierung ohne Probleme über die Bühne ging: Hamburg nach Berlin endete mit Verzögerung, Nürnberg nach Regensburg brauchte drei Wochen länger, bei Hagen über Wuppertal nach Köln wurde am letzten Bautag eine marode Brücke entdeckt und die Strecke nur eingleisig freigegeben. Die Streckung des Programms bedeutet aber auch: Das marode deutsche Netz wird die Züge noch deutlich länger ausbremsen als geplant, und die für die Folgejahre vorgesehenen Korridore rutschen weiter nach hinten.

Land: DeutschlandVerkehrsbetrieb: DBTyp: GeneralsanierungTyp: BrückeTyp: Sanierung

Zuerst erschienen im BahnBrief vom 14. September 2026.