Fahrzeuge

Westbahn: Bestellung chinesischer Züge sorgt für heftige Resonanzen

Vier Züge des chinesischen Herstellers CRRC sollen in Kürze den Fahrgastbetrieb bei der mehrheitlich privaten Westbahn aufnehmen. Wir berichteten letzte Woche. In den Tagen nach der Ankündigung der Zulassung gab es viele Reaktionen aus Politik und Wirtschaft, welche wir nun aufgreifen möchten. Hauptaugenmerk vieler war, dass die Westbahn sich stark durch das KlimaTicket finanziert, und somit indirekt auch Steuergeld in die von einem chinesischen Staatsunternehmen gebauten Fahrzeuge fließe. Gerhard Tauchner, Vorsitzender des Fachbereichs Eisenbahn der Gewerkschaft vida, sagte etwa: “Wer Züge bestellt, trägt auch Verantwortung”. Wenngleich laut Westbahn rund 50% der Komponenten im Fahrzeug von europäischen Herstellern stamme, sieht der Verband der österreichischen Bahnindustrie schwerwiegende Folgen für den Wirtschaftsstandort. Der staatliche subventionierte Hersteller sorge für eine Wettbewerbsverzerrung und öffentliche Mittel sollten die heimische Wertschöpfung sichern. “Wir müssen aufpassen, dass das KlimaTicket nicht zum ChinaTicket wird”, so Anil Rai, Geschäftsführer des Verbandes der Bahnindustrie.

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