Infrastruktur

Veränderungen bei künftigen Korridorsanierungen

Wochenlange Verzögerungen bei der Wiederinbetriebnahme, kein Verbauen von ETCS, wiederkehrende Probleme einzelner Anlagenteile. Die Liste der Kritik am Konzept und am Ablauf der Generalsanierungen, bzw. mittlerweile Korridorsanierungen, ist lang. Auch der neue Verkehrsminister Steffen Bilger steht zwar grundsätzlich zum Vorgehen, ist aber für Veränderung. Bahnchefin Palla kündigte bereits vor Wochen an, das Konzept weiterentwickeln zu wollen – Nun sind die ersten Informationen bekannt.

Insgesamt sollen Sanierungen zeitlich besser abgestimmt werden, um Überschneidungen zu vermeiden und Belastungsspitzen im Netz zu reduzieren. Künftig sollen zudem alle sanierten Korridore zumindest für die spätere Einführung von ETCS vorbereitet werden – also „ETCS ready“, was zuletzt vor allem bei der Strecke Hagen–Wuppertal–Köln kritisiert wurde. Zudem plant die Bahn schrittweise Wiederinbetriebnahmen nach Bauende, um Tests und Abnahmen der Leit‑ und Sicherungstechnik „realistischer“ zu gestalten und Risiken von Verschiebungen zu reduzieren.

Zudem solle die bisherige Zusage zur Baufreiheit nach Abschluss der Arbeiten präzisiert werden. Auch finanzielle und personelle Ressourcen sollen grundsätzlich stärker auf Maßnahmen konzentriert werden, die den größten Effekt für Zuverlässigkeit und Betriebsqualität hätten. Ob einzelne Korridore noch einmal verschoben werden, ist derzeit unklar – Die überarbeiteten Pläne sollen in einigen Wochen final vorgestellt werden.

Land: DeutschlandTyp: ETCSTyp: GeneralsanierungTyp: Sanierung

Zuerst erschienen im BahnBrief vom 17. August 2026.