Infrastruktur

Störungen auf Weststrecke und Koralmbahn

Am vergangenen Donnerstag (16.7.) kam es auf der Weststrecke zwischen Linz und St. Valentin zu einer gerissenen Oberleitung östlich von Linz. Diese Oberleitung stürzte zu Boden; infolge des dann entstehenden Kurzschlusses kam es zu einem kleineren Brand – Ausgerechnet im Bereich nebenliegender Kabel, die zu einem Stellwerk gehören. Diese Kabel sowie die Oberleitung selber wurden in den darauffolgenden Tagen repariert, wobei die Strecke erst seit gestern wieder offen ist. Railjet Express, ICEs sowie Nachtzüge wurden über die Altstrecke umgeleitet, während etwa Intercity-Verbindungen in St. Valentin bzw. St. Valentin ausfielen. Auch die Westbahn fuhr nur einmal pro Stunde – ÖBB- und Westbahn-Tickets wurden gegenseitig anerkannt.

Auch auf der Koralmbahn kam es am Samstag (18.7.) zu einer Unterbrechung des Zugbetriebs: Rund vier Stunden war der Koralmtunnel gesperrt, da sich, wie sich schließlich herausstellte, mehrere Jugendliche in den Bereich zwischen zwei Wagen außen an einem ICE gewagt hatten. Die Trainsurfer sollen Medienberichten zufolge im letzten Moment im Bahnhof Kühnsdorf-Klopheiner See auf einen ICE in Richtung Graz aufgesprungen sein und sich in den schmalen Nischen versteckt haben. Wartende Fahrgäste hätten dann ÖBB und die Polizei informiert, woraufhin der ICE an einer Nothaltestelle im Koralmtunnel gestoppt wurde. Zwei Jugendliche wurden aufgegriffen und bis St. Paul im Lavanttal gebracht, bevor ihnen die Flucht gelang. Da sie von einer dritten Person sprachen, wurde der gesamte Tunnel nach dieser abgesucht, aber ergebnislos beendet. Während dieser Zeit hatte es aus „Kapazitätsgrunden“ keinen Ersatzverkehr gegeben; der planmäßige Verkehr wurde am Abend wieder aufgenommen.

Land: ÖsterreichVerkehrsbetrieb: ÖBBVerkehrsbetrieb: Westbahn

Zuerst erschienen im BahnBrief vom 23. Juli 2026.