Infrastruktur

Stärkung des grenzüberschreitenden Bahnverkehrs in die Slowakei

Seit Oktober letzten Jahres ist die Bahnverbindung zwischen Wien und Bratislava (Slowakei) über Marchegg (Niederösterreich) durchgängig elektrifiziert. Dies ermöglicht eine schnellere Verbindung zwischen der österreichischen und der slowakischen Hauptstadt. Ab Ende diesen Jahres werden die Züge dort im Stundentakt fahren. Langfristig soll die Höchstgeschwindigkeit der Strecke auf 200 km/h angehoben werden. Die beiden Länder möchten ihre Zusammenarbeit beim Schienenverkehr aber weiter stärken, wurde kürzlich in einer gemeinsamen Absichtserklärung festgehalten. Dazu gehört etwa perspektivisch die Etablierung einer Direktverbindung von Bratislava Petržalka zum Flughafen Wien. Für dieses Vorhaben ist aber die Errichtung der Flughafenspange zwischen Trautmannsdorf (Niederösterreich) und dem Flughafen Wien-Schwechat. Aufgrund der Änderungen im ÖBB Rahmenplan wurde der Baustart auf 2028 verschoben, aktuell läuft das anspruchsvolle Umweltverträglichkeitsverfahren.

Nicht neu gebaut aber zweigleisig ausgebaut werden soll die Strecke zwischen Parndorf und der slowakischen Staatsgrenze bei Kittsee. Auch vonseiten der Nachbarn laufen Überlegungen zu einer Zweigleisigkeit zwischen Kittsee und Bratislava Petržalka. Damit würde die bestehende Strecke leistungsfähiger und betrieblich zuverlässiger. Bauzeitpläne, etwa für die Sanierung der Nordbahn, sollen künftig ebenfalls frühzeitig abgestimmt werden. Umleiterverkehre könnten bei einer Sperrung zwischen Wien und Břeclav über das slowakische Netz geführt werden.

Land: ÖsterreichLand: SlowakeiVerkehrsbetrieb: ÖBBTyp: ElektrifizierungTyp: Streckenausbau

Zuerst erschienen im BahnBrief vom 2. März 2026.