Stadler zieht Rekurs gegen SBB-Vergabe zurück

Im November 2025 vergaben die SBB eine Ausschreibung für bis zu 200 neue Doppelstockzüge an Siemens Mobility. 116 Fahrzeuge werden in einem ersten Abruf fix geliefert. Der unterlegene Bieter Stadler Rail konnte die Kriterien, nach denen der Auftrag vergeben wurde, nicht nachvollziehen und reichte einen Rekurs, also eine Beschwerde vor Gericht ein. Das Argument: Der eigene Zug sei nur minimal teurer in der Anschaffung, basiere aber dafür mit dem KISS auf einem bewährten Produkt und werde in der Schweiz gefertigt, was zu mehr Wertschöpfung im Inland führe. Der von Siemens angebotene Doppelstockzug ist hingegen eine Neuentwicklung und wird vorwiegend in Deutschland hergestellt. Die Entscheidung der Bundesbahnen schlug damals hohe Wellen - sogar Morddrohungen soll SBB CEO Vincent Ducrot deshalb dem Vernehmen nach erhalten haben.
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