Stadler mit Umsatzsprung von 40 Prozent im ersten Halbjahr

Der Schweizer Zughersteller Stadler hat am 26. August die Halbjahreszahlen 2026 vorgelegt. Der Umsatz stieg um rund 40 Prozent auf 2,0 Milliarden Franken, gegenüber 1,4 Milliarden Franken im ersten Halbjahr 2025. Das EBIT hat sich mehr als verdoppelt, von 36,9 auf 79,5 Millionen Franken, die EBIT-Marge stieg von 2,6 auf 4,0 Prozent. Die Jahresprognose bleibt unverändert.
Warum der Nettogewinn kaum steigt
Auffällig ist der Kontrast zwischen operativer Verbesserung und Nettoergebnis. Der Reingewinn legte lediglich um 0,3 Millionen Franken auf 31,2 Millionen Franken zu. Währungseffekte und höhere Kosten haben den Großteil der operativen Gewinne aufgezehrt. Als Belastungsfaktor bleibt zudem der Nachhall der Überschwemmungen 2024 in Valencia, der Kosten und Lieferpläne noch bis 2027 beeinflussen wird.
Stadler in zentrale europäische Projekte involviert
Für einen Konzern, der Anfang des Jahres in einer angespannten Auftragslage stand und Mitte Juli einen Cybervorfall verkraften musste, sind die Zahlen dennoch ein solides Zeichen operativer Stärke. Stadler steht in mehreren zentralen europäischen Bahnprojekten in einer Schlüsselrolle, von den Cityjet-KISS-Doppelstockzügen der ÖBB in Österreich über neue S-Bahn-Flotten für Berlin und Kopenhagen bis zur Cargo-Streckenlokomotive Euro DuFour für SBB Cargo in der Schweiz.
Zuerst erschienen im BahnBrief vom 31. August 2026.