Stadler-Bilanz 2025: Gewinnwachstum und Rekordauftragsbestand

Die Stadler Rail AG hat im Geschäftsjahr 2025 eine deutliche operative Erholung erzielt und zentrale Kennzahlen signifikant verbessert, zeigt die kürzlich veröffentlichte Bilanz für das vergangene Jahr. Der Umsatz stieg um rund 13 % auf etwa 3,7 Mrd. CHF, während sich der Reingewinn auf rund 100 Mio. CHF nahezu verdoppelte. Parallel verbesserte sich die EBIT-Marge auf 4,4 %, bleibt jedoch weiterhin unter dem mittelfristigen Zielniveau. Wesentlicher Treiber der positiven Entwicklung war die hohe Nachfrage nach emissionsarmen Schienenfahrzeugen, insbesondere im europäischen Markt. Der Auftragseingang erreichte rund 6,1 Mrd. CHF und führte zu einem Rekordauftragsbestand von über 32 Mrd. CHF, was eine hohe Auslastung für die kommenden Jahre sicherstellt.
Bemerkbar machen sich nach wie vor die Folgen der massiven Überschwemmung im Werk bei Valencia, die bis ins Jahr 2027 spürbar bleiben. Trotz des von Stadler 2025 gestarteten Aufholprogramms hat die Flutkatastrophe nach wie vor Einfluss auf Lieferketten, Kosten und Auslieferung von Schienenfahrzeugen.
Trotz der operativen Fortschritte bestehen weiterhin finanzielle Herausforderungen, so der Geschäftsbericht. Dazu zählen ein negativer Free Cashflow sowie ein erhöhter Kapitalbedarf. Für 2026 erwartet das Unternehmen ein weiteres Wachstum mit einem Umsatz von über 5 Mrd. CHF und einer EBIT-Marge von über 5 %, gestützt durch den robusten Auftragsbestand.
Zuerst erschienen im BahnBrief vom 23. März 2026.