Infrastruktur

Plus 80 Minuten zwischen Hannover und Berlin: Ersatzkonzept Korridorsanierung

Bleiben wir thematisch bei Berlin: Denn hier steht ab Oktober 2026 die über ein Jahr dauernde Generalsanierung/Korridorsanierung der Schnellfahrstrecke in Richtung Wolfsburg und Lehrte an. Mit 221 Kilometern Länge handelt es sich um die zweitlängste Achse im Sanierungsprogramm. Insgesamt werden 175 Weichen, 260 Kilometer Gleise, 13 Kilometer Lärmschutzwände sowie 25 Bahnhöfe erneuert oder modernisiert. Nun hat die DB das Ersatz- und Umleitungskonzept kommuniziert.

Heute benötigen die ICEs zwischen Berlin und Hannover rund 100 Minuten; während der Bauarbeiten verlängert sich die Fahrzeit um 60 bis 80 Minuten. Die Züge von NRW nach Berlin werden mit abwechselndem Halt über Magdeburg und Braunschweig umgeleitet, während die Verbindungen nach Amsterdam mit 70-minütigem Umweg über Hamburg(-Harburg) verkehren.

Das ist zumindest das Konzept für Oktober bis Dezember 2026 und im gleichen Zeitraum 2027. Von Dezember 2026 bis Oktober 2027 verkehren die Züge in Richtung Hannover über Wolfsburg; in Richtung Berlin über Magdeburg. Der Regionalverkehr wird bis an die gesperrten Abschnitte herangeführt und dann durch Busse ersetzt.

Land: DeutschlandVerkehrsbetrieb: DBTyp: Generalsanierung

Zuerst erschienen im BahnBrief vom 22. Juni 2026.