Personalbesetzung auf Stellwerken verbessert sich

Zugausfälle durch fehlende Mitarbeitende in Stellwerken sorgten im letzten Jahr mehrmals für Schlagzeilen. Teilweise konnte ein gewisser Streckenabschnitt mehrere Stunden lang nicht befahren werden, weil aufgrund von Personalengpässen und Krankenständen keine Zugverkehrssteuerer:innen verfügbar waren. Diesen Misstand hat die Deutsche Bahn in den letzten Monaten deutlich verbessert. Denn nun besitzen die Stellwerke laut ihrem Betreiber DB InfraGO eine “leistungswirksame Personalbesetzungsquote von bundesweit durchschnittlich 100 Prozent”. Der Durchschnitt bedeutet somit nicht, dass es keine Personalengpässe mehr gibt, diese wurden aber deutlich reduziert: Etwa 10 Prozent mehr Personal gibt es nun auf den Stellwerken im Vergleich zu Anfang 2025. Und auch in diesem Jahr nimmt die DB rund 1.000 neue Auszubildende für diesen Beruf auf.
Zugverkehrssteuernde bzw. früher Fahrdienstleiter:innen genannt, sorgen in Betriebsleitzentralen und Stellwerken für pünktliche und sichere Zugfahrten. Sie müssen den jeweils zugewiesenen Streckenabschnitt sehr gut kennen und sind genauestens mit der Technik in “ihrem” Stellwerk vertraut. Nachdem moderne Stellwerke in Betrieb gehen, können Zugverkehrssteuerer:innen in der Regel größere Stellwerksbereiche bedienen, was langfristig den Personalbedarf senkt. Eine Gefahr für die Jobsicherheit der rund 13.000 Zugverkehrssteuernden in Deutschland ist das aktuell nicht: Man sucht eben auch in diesem Jahr unter Hochdruck nach neuen Beschäftigten in diesem Bereich.
Zuerst erschienen im BahnBrief vom 6. April 2026.