Parlamentarische Befassungen Brenner-Nord und Mühldorf–Landshut

Zwei wichtige Projekte beim Bahnausbau in Bayern sind nun einmal mehr zumindest einen symbolischen Schritt weiter. Schon seit Wochen ist etwa bekannt, dass die Vorplanung zum Brenner-Nordzulauf zwischen Kiefersfelden, Rosenheim und München vollendet und der Bericht an das Bundesverkehrsministerium übergeben ist. Nun ist die offizielle „Unterrichtung durch die Bundesregierung“ an den Bundestag erfolgt, womit die Parlamentarische Befassung eingeleitet ist. Gleiches gilt für den Ausbau der Strecke Mühldorf–Landshut, welche in erster Instanz elektrifiziert und für ETCS „vorbereitet“ werden soll. Größere Ausbaumaßnahmen wie längere Überholgleise oder ein abschnittsweiser zweigleisiger Ausbau, sind laut des Berichts langfristig denkbar, jedoch nicht Bestandteil des aktuellen Projektumfangs. Die Planfeststellungsunterlagen sollen hierfür jedenfalls 2027 beim EBA eingereicht werden, der Baubeginn laut Unterlagen 2030 und die Fertigstellung dann 2033 stattfinden. Aus welcher Richtung der bisherige Dieselknoten Mühldorf in Oberbayern dann zuerst einen Fahrdraht erhält ist also noch offen – Neben Landshut soll ja auch die Strecken nach München, Freilassing und Simbach elektrifiziert werden.
Aussagen zum Zeitplan beim Brenner-Nordzulauf werden im Bericht auch gemacht, wobei hier aufgrund der Natur der Lage sicherlich mit mehr Unverbindlichkeit zu rechnen ist. Wenn alles glatt geht, sollen die PF-Unterlagen 2028 eingereicht werden und die ersten Bagger 2034 anrollen. Der „bauliche Endzustand“ werde dann für 2043 angestrebt.
Zuerst erschienen im BahnBrief vom 10. August 2026.