ÖBB-Züge vor Feiertagen überfüllt: Beispiel RJX 566/166

Dass ÖBB-Fernverkehrszüge vor Feiertagen regelmäßig an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, ist seit Längerem ein wiederkehrendes Phänomen (wir haben darüber bereits mehrfach berichtet.) Vor dem 1. Mai hat sich das Bild nun erneut bestätigt, exemplarisch am RJX 566/166 vom Wiener Hauptbahnhof Richtung Westen.
Der Zug, der eigentlich als Doppelgarnitur geplant war, verkehrte am Donnerstagnachmittag nur als einfache Einheit. Die Folge war eine deutliche Überfüllung. Bereits in Wien-Meidling musste der Zug halten, da laut ÖBB eine gesicherte Mitfahrt nicht mehr gewährleistet war. Ein Teil der Fahrgäste wurde gebeten, den Zug zu verlassen. Die Wiener Landespolizeidirektion bestätigte einen Einsatz, betrat den Zug aber nicht. Betroffenen wurde laut ÖBB ein 25-Euro-Gutschein angeboten, hinzu kommen Ansprüche aus den regulären Fahrgastrechten bei Reservierungsausfall und Verspätung.
Offiziell nennt die ÖBB eine Stellwerksstörung als Ursache. Naheliegender Hintergrund dürfte allerdings die Weichenstörung in Vorarlberg vom Vormittag sein: Durch die verspätete Rückkehr der eigentlich vorgesehenen Garnitur konnte in der Wendezeit in Wien offenbar nur eine statt zwei Einheiten bereitgestellt werden. Operativ ist das ein nachvollziehbarer, wenn auch unglücklicher Tagesvorgang. Auch bei der Rückreise vieler Menschen am 03. Mai kam es zu Problemen: Wegen eines Rettungseinsatzes kam es zu großen Verspätungen am Rückreisetag.
Zuerst erschienen im BahnBrief vom 4. Mai 2026.