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ÖBB vermarkten Interregio-Mireo als „Railjet M”

Wer BahnNews geschaut hat, weiß es bereits: Neben dem ursprünglichen Railjet, dem Railjet 2 und dem neuen Doppelstock-Railjet ergänzt ab 2028 auch der Railjet M das Fernverkehrs-Portfolio der ÖBB. Obwohl bei der Bestellung der namensgebenden Mireo-Züge bei Siemens klar war, dass sowohl 39 Einheiten für den Nahverkehr als auch 31 Züge für den Fernverkehr kommen werden, kam die Vermarktung des Zuges als Railjet nun durchaus überraschend. Schließlich handelt es sich beim Mireo um einen Nahverkehrszug, wenngleich er für die ÖBB mit einem breiteren Wagenkasten und anderen Drehgestellen modifiziert wird.

Diese Zweifel wollen die ÖBB nun aus dem Weg räumen, indem sie umfangreiche Renderings des Zugmodells veröffentlicht haben. Zu sehen ist darauf, dass man sich im Innenraum stark an den neuen Doppelstock-Railjets orientiert, wobei auch hier wiederum andere Sitze verbaut werden. Insgesamt sind 215 vollwertige Sitzplätze verbaut, hinzu kommen 42 Klappsitze. Bis zu 14 Fahrräder oder 54 Paar Ski können ebenfalls verstaut werden. Die Catering-Zone bringt fest verbaute Automaten für Getränke und Snacks. Alle Sitze sind nach hinten verschlossen, verstellbar, bieten Steckdosen und USB-Stellplätze sowie - im Gegensatz zum aktuellen Interregio - digitale Reservierungsanzeigen. An den Reihensitzen sind zudem Tablethalterungen und Fußstützen verbaut. In der ersten Klasse gibt es zusätzlich die gewohnte 2+1-Bestuhlung.

Der Wert der Anfang 2024 getätigten Bestellung beträgt über 800 Millionen Euro. Eingesetzt werden sollen die Fahrzeuge vor allem auf den Interregio-Linien, wo aktuell bekanntlich Desiro ML-Züge fahren. Diese werden den Anforderungen des Fernverkehrs allerdings weder in Bezug auf die Kapazität noch bei der Ausstattung so wirklich gerecht. Wer den Interregio regelmäßig nutzt, wird sich also sicherlich schon nach dem 106 Meter langen Railjet M sehnen.

Land: ÖsterreichHersteller: SiemensVerkehrsbetrieb: ÖBB

Zuerst erschienen im BahnBrief vom 10. März 2026.