ÖBB ordern weitere Akkuzüge für Niederösterreich

Akkutriebzüge sind in Österreich derzeit noch ein Novum. Während in Deutschland seit einigen Jahren zunehmend mehr lokal emissionsfreie, batterieelektrische Fahrzeuge auf nicht elektrifizierten Strecken in den Einsatz gelangen, wird es in Österreich ab 2028 soweit sein. 120 Fahrzeuge des Typs KISS Akku umfasst der Rahmenvertrag, den die ÖBB Ende 2023 mit Stadler abgeschlossen hat. 16 Einheiten wurden bereits geordert - Nun erfolgte ein weiterer Abruf mit sieben Fahrzeugen. Diese sollen direkt im Anschluss an die 16 ersten ab 2028 geliefert werden. Während die erste Charge vor allem für einen Einsatz auf der Kamptal- und Kremserbahn gedacht sind, sollen die sieben zusätzlichen Züge auch auf der Erlauftalbahn zum Einsatz kommen.
Die dreiteiligen, als „Cityjet Akku“ vermarkteten Züge sollen die Dekarbonisierung auf der Schiene vorantreiben und allein in Niederösterreich jährlich mehrere Hunderttausend Liter Diesel einsparen. Die neuen Triebzüge sind 160 km/h schnell, verfügen über etwa 160 Sitz-, 12 Fahrradstellplätze und alle typischen Komfortmerkmale wie Steckdosen, USB-C-Anschlüsse und Mehrzweckbereiche. 63 Millionen Euro kosten die sieben zusätzlichen Einheiten. Was mit den restlichen 97 Optionsfahrzeugen aus dem Rahmenvertrag geschieht, bleibt indes noch abzuwarten.
Zuerst erschienen im BahnBrief vom 16. März 2026.