Neuer Bosrucktunnel nimmt nächsten Schritt

Der Bosrucktunnel auf der wichtigen inneralpinen Achse zwischen Linz und Selzthal muss neu gebaut werden - das ist bereits seit einigen Jahren bekannt, denn schließlich gibt es mit dem alten Tunnel mehrere Probleme. Das 1906 eröffnete, etwa 4,7 Kilometer lange einröhrige Bauwerk ist das Kernstück der Pyhrnbahn zwischen Oberösterreich und der Steiermark, welche wiederum wichtige Verbindung zwischen Süddeutschland und dem Adria-Raum ist. Neben der einröhrigen Ausführung und den dadurch auch bestehenden Kapazitätsbeschränkungen wird der Tunnel den Anforderungen des modernen Bahnverkehrs aber nicht mehr gerecht. Vor allem die zu steile Tunnelführung, welche massive Zusatzkosten im Bahnbetrieb auslöst, ist nicht mehr zeitgemäß. ÖBB-CEO Matthä hatte deshalb bereits 2020 angekündigt, dass anstatt einer in den 2040er-Jahren anstehenden grundlegenden Instandhaltung des Tunnels ein Neubau forciert werden soll, der zusätzliche Vorteile mit sich bringt. Ziel sei es demnach, die Kantenfahrzeit zwischen Linz und Selzthal von heute 105 auf künftig 75 im Personenverkehr zu erreichen - Verbunden mit einem selektiven zweigleisigen Ausbau der gesamten Pyrhn-Schober-Achse.
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