Infrastruktur

Neue Sternbrücke in Hamburg eingehoben

Ein Projekt, welches ebenfalls seit Jahren für – wenn auch lokale – Diskussionen sorgt, ist die neue Sternbrücke in Hamburg. Die viergleisige Brücke als Teil der Verbindungsbahn im Stadtteil Sternschanze musste ersetzt werden. Und der Ersatzneubau steht auch schon: Er wurde nämlich einige Hundert Meter entfernt errichtet und vergangene Woche über die Max-Brauer-Allee per Schwertransportaktion an den neuen Platz manövriert und präzise eingesetzt. Die 108 Meter lange Stahlbogenbrücke, deren Architektur und Dimension die Gemüter erhitzt, wurde Zentimeter für Zentimeter durch den engen Straßenzug gefahren und hat dabei für spannende Bilder gesorgt: Teils lagen nur weniger als ein halber Meter zwischen dem Bauwerk und Hauswänden. Fast 90 Bäume mussten überdies für den Transport gefällt, ein Tankstellendach gekürzt und eine dicke Schotterschicht mit Stahlplatten zur Gewichtsaufnahme verlegt werden.

Markante rote Stahlversteifungen schützten die Brückenhänger zusätzlich vor Druckbelastungen. Diese werden nun abmontiert. Auch werden Gleisbett, Gleise, Oberleitungen und die angrenzenden Bahndammbereiche wiederhergestellt. Nicht nur die Architektur der Brücke, deren Vorteil in der Stelzenlosigkeit besteht, hatte für Furore gesorgt; Vor allem die Inanspruchnahme der Flächen unter den Brückenwiderlagern, in denen sich mehrere Kneipen befanden, wurde kritisiert.

Ende August fahren wieder täglich S-Bahnen, Regional- und Fernzüge wieder über die Verbindungsbahn und die neue Brücke. Bis dahin werden auch an anderen Eisenbahnbrücken Bauvorhaben vorangetrieben, sowie Maßnahmen für den neuen Fernbahnhof Altona gebündelt.

Land: DeutschlandTyp: Brücke

Zuerst erschienen im BahnBrief vom 3. August 2026.