Personenverkehr

Neue Privatbahnen nehmen Betrieb auf: GoVolta und European Sleeper

Gleich zwei private (niederländische) Bahnunternehmen haben in den letzten zehn Tagen den Betrieb aufgenommen, bzw. erweitert.

Bereits bekannt ist das Start Up European Sleeper, welches schon Nachtzugverbindungen zwischen Prag, Berlin und Amsterdam bzw. Brüssel anbietet. Jetzt ist eine neue, dreimal die Woche angebotene Verbindung an den Start gegangen: Berlin-Paris. Das private Unternehmen hat damit die im Dezember eingestellte Verbindung der ÖBB ersetzt. Zwischenstopps legt der Zug lediglich in Belgien und Nordfrankreich ein: Mons, Brüssel und Lüttich sowie Aulnoye. Ab 13. Juli wird der einzige deutsche Zwischenstopp dann Hamburg-Harburg sein.

Bereits einige Tage vor der neuen Verbindung von European Sleeper hat GoVolta seinen Betrieb aufgenommen: Wir berichteten bereits am Freitag in einem ausführlichen Beitrag. Das selbst als „Billiganbieter“ bezeichnende Unternehmen hat mit Berlin-Amsterdam und Hamburg(-Harburg)-Amsterdam gleich zwei Routen in Betrieb genommen, welche jeweils dreimal wöchentlich und ab Sommer dann täglich bedient werden sollen. Auch hier kommen Gebrauchtwagen aus den 1980er-Jahren zum Einsatz, was teils mit erheblichen Komforteinbußen verbunden ist. So stehen auf der beispielsweise rund acht Stunden langen Reise von Berlin nach Amsterdam keinerlei Steckdosen zur Verfügung. Dennoch besteht nun eine erhebliche Erweiterung zum Niederlande-Verkehr der Deutschen Bahn, schließlich hat es etwa von Hamburg aus bislang kein direktes Angebot gegeben. Wir waren bei der Premierenfahrt von Berlin nach Amsterdam dabei und haben unter anderem ein ausführliches mit CEO Maarten Bastian gesprochen. Schaut euch das Interview in voller Länger gerne hier an: Interview mit GoVolta-CEO Maarten Bastian (Vollversion).

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Zuerst erschienen im BahnBrief vom 30. März 2026.