Neue Machbarkeitsuntersuchung zum Ausbau Leipzig–Chemnitz

Die 81 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Leipzig und Chemnitz: Seit Jahren ist hier ein Ausbau geplant, um in Zukunft einen 30-Minuten-Takt im Regionalverkehr und Fernzüge bis Chemnitz anbieten zu können. Seit einiger Zeit sind bereits batterieelektrische Züge auf der noch nicht elektrifizierten Strecke unterwegs, die neben der Oberleitung auch noch ein zweites Gleis erhalten soll. Planerisch ist sie in zwei Abschnitte unterteilt, wobei der Südabschnitt ab 2032 angegangen werden soll. Zwischen Geithain und Chemnitz steht die Finanzierung, während sie für den Nordabschnitt von Geithain nach Leipzig noch nicht gesichert ist. Dieser Abschnitt sollte eigentlich aus Mitteln des Investitionsgesetzes Kohleregionen mit 500 Millionen Euro gefördert werden. Es zeigt sich allerdings, dass diese Mittel aber nicht ausreichen: Bereits 2024 hatte die Bahn die Kosten auf 750 Millionen Euro geschätzt. Jetzt soll eine Machbarkeitsuntersuchung klären, welche Ausbauten technisch und finanziell realisierbar sind. Im Juni sollen dann die Ergebnisse vorgestellt werden.
Aber auch ganz grundsätzlich stellt sich beim Regionalverkehr in Deutschland momentan eine Finanzierungsfrage: Denn das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Trassenpreisbremse im Regionalverkehr steht im Raum. Diese ist nämlich unzulässig und eine Aufhebung könnte – sofern es keine Reform gibt – schwerwiegende Folgen für das Nahverkehrsangebot auf der Schiene haben. Wir haben hierzu und auch zu anschließenden Themen wie den Ergebnissen der Taskforce „Zuverlässige Bahn“ ein Gespräch mit Lukas Iffländer, dem Bundesvorsitzenden des Fahrgastverbands Pro Bahn geführt. Das ganze Interview ist unter folgendem Link zu finden: Lukas Iffländer (Pro Bahn) zu Trassenpreisen & Taskforce.
Zuerst erschienen im BahnBrief vom 13. April 2026.