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Neue Lokomotive und Werkstätte für die Steiermarkbahn

Die Steiermärkischen Landesbahnen erhalten und betreiben 124 Kilometer eigene Bahninfrastruktur, in Normal- und Schmalspur, in Diesel und E-Traktion. Für ihre Tochtergesellschaft, die Steiermarkbahn Transport und Logistik GmbH, die international Güterverkehrsdienstleistungen erbringt, hat das Unternehmen nun eine Hybrid-Lokomotive in Form des Vectron Dual Mode von Siemens Mobility übernommen. Sie kann sowohl elektrisch als auch diesel-elektrisch auf Strecken ohne Oberleitung unterwegs sein. Bei einigen Strecken innerhalb Österreichs und nach Deutschland erspart diese Technologie einen Lokwechsel und sorgt allgemein für mehr Flexibilität - gerade auch während der Generalsanierungen des deutschen Schienennetzes mit teils nicht elektrifizierten Umleitungsstrecken.

Zudem ging am 06. April die erweiterte Werkstatt für Schienenfahrzeuge am Cargo-Terminal Graz in den Regelbetrieb. Nach elf Monaten Bauzeit und einer Investition von rund 4,6 Millionen Euro steht nun ein weiteres Gleis für Instandhaltungsmaßnahmen zur Verfügung. Der Zubau erfolgte südöstlich der bestehenden Werkstätte in Stahl-Skelettbauweise und wird mit einer Gleisaufständerung von etwa 20 Metern ausgestattet. Weitere Merkmale sind eine abge­senkte Arbeitsgrube, ein Hallenkran, ein Lagerlift, eine Dieselrauchgasabsauganlage sowie eine Mittel- und Dacharbeitsbühne mit Strom-, Druckluft- und Wasseranschlüssen. Nicht nur die Steiermarkbahn, sondern alle etwa 30 Eisenbahnverkehrsunternehmen, die den Cargo-Terminal nutzen, haben nun mehr Flexibilität bei der Wartung ihrer Lokomotiven und Wagen.

Land: ÖsterreichHersteller: SiemensVerkehrsbetrieb: Steiermarkbahn

Zuerst erschienen im BahnBrief vom 6. April 2026.