Nächste Durchschläge im Brenner-Basistunnel

Am vergangenen Dienstag (28.7.) war es soweit: Beide Haupttunnelröhren des Brenner-Basistunnels wurden zeitgleich exakt an der Staatsgrenze zwischen Österreich und Italien durchgeschlagen. Exakt 576 Meter unter der Brennerpasshöhe ist damit jetzt eine – fast – durchgehende, unterirdische Verbindung zwischen den beiden Staaten möglich. Zwei Meißelbagger des Bauloses H53 Pfons-Brenner trugen am Morgen die letzten Felsen ab, bevor die Mineure traditionell durch die frischen Durchschlagslöcher auf die andere Seite, das Baulos H62 Mauls 2-3, kletterten. Genau an der Stelle wurde bereits im September 2025 der Erkundungsstollen, also die dritte Röhre, durchgestochen. Die Abweichung damals lag im einstelligen Zentimeterbereich, was beim hiesigen Durchstich der Hauptröhren noch einmal gemindert werden konnte.
Einzig auf österreichischer Seite fehlen nun noch insgesamt etwa zehn Kilometer Haupttunnel. Die letzten beiden Tunnelbohrmaschinen sind am anderen Ende des Bauloses Pfons-Brenner, etwa bei Pfons, noch unterwegs und bohren sich durch die letzten sieben, bzw. drei Kilometer Gestein. Auch fünf Querschläge zum Erkundungs- bzw. dem späteren Rettungsstollen, fehlen dort noch. Aber auch hier sind ist das Ende der Vortriebsarbeiten langsam absehbar. Der Rohbau der Tunnelröhren soll bis 2028 abgeschlossen sein; eine Gesamteröffnung zu einem Zeitpunkt ab 2032 vorgesehen, wobei es zuletzt Hinweise auf einen etwas späteren Termin gab.
Zuerst erschienen im BahnBrief vom 3. August 2026.