Infrastruktur

Mehr positive Zeichen für NBS Hamburg–Hannover

Wie berichtet, soll der Bundestag im September zu einer Entscheidung im Hin-und-Her zur geplanten Neubaustrecke Hamburg–Hannover kommen, nachdem sich zuletzt die Anzeichen für ein positives Votum gemehrt hatten. Angeblich sei hinter den Kulissen längst klar, dass das Vorhaben alternativlos wäre; insbesondere lokale Abgeordnete würden aber noch für Kompromisse in einzelnen Bereichen plädieren.

Am Freitag (31.7.) hat sich nun Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) in einer regionalen Zeitung geäußert. Wie viele andere regionale Vertreter:innen fordert er grundsätzlich den Ausbau der Bestandsstrecke – Welcher die Anforderungen an den Deutschlandtakt allerdings nicht erfüllt und zudem deutlich stärker in Schutzgüter und Wohngebiete eingreift, als die projektierte NBS. Nun teilte Lies mit, er halte die Planungen nach wie vor für falsch, aber verhindern könne das Land das Vorhaben jetzt nicht mehr. Gleichermaßen betont er, dass Investitionen in den Nahverkehr im gleichen Zug aber nicht auf der Strecke bleiben dürfen und in jedem Fall auch dort investiert werden müsse. Er plädiert zudem auf weitere Regionalbahnhöfe entlang der NBS über jenen bei Soltau hinaus.

Auch, wenn die Erforderlichkeit der Neubaustrecke nach wie vor nicht von allen anerkannt wird, ist das Befassen mit der Realität, nämlich der fortgeschrittenen Planung, sicherlich ein gutes Zeichen. Jetzt gilt es eben, die besten Lösungen, etwa in punkto Regionalbahnhöfe oder auch Lärmschutz oder Trassierung im Bereich Belsen, zu erörtern und Finanzierungslösungen für übergesetzliche Maßnahmen zu finden.

Land: DeutschlandTyp: Neubaustrecke

Zuerst erschienen im BahnBrief vom 3. August 2026.