Infrastruktur

Kritik an fehlender ETCS-Ausrüstung bei Generalsanierungen

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) ist mit einer Aussendung zum Stand der Dinge der ETCS-Ausrüstung auf der Strecke Hamburg — Berlin vorgeprescht. Er kritisiert, dass trotz der neunmonatigen Sperrung keine Möglichkeit besteht, das künftige europäisch einheitliche Zugsicherungssystem einzubauen. Nach ursprünglichen Planungen war das zwar vorgesehen, wurde dann aber Anfang letzten Jahres abgeräumt. Welcher Beweggrund dazu geführt hat, ist noch nicht ganz klar: Zu hohe Kosten, der reine Ausrüstungsaufwand oder Schwierigkeiten bei der Beschaffung dürften maßgeblich gewesen sein. Madsen betont, dass man natürlich anerkenne, dass die Ausrüstung und Abnahme von ETCS große Herausforderungen mit sich bringe, wie sich etwa auf der Riedbahn gezeigt hat. Entscheidend sei aus seiner Sicht, dass nun sämtliche Hindernisse aus dem Weg geräumt würden, damit es ETCS künftig verlässlich und flächendeckend geben könne. Die Weiterentwicklung des technischen Systems, die Standardisierung von Prozessen und der Aufbau von Fachpersonalpools seien dabei ausschlaggebend.

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