Korridorsanierung Hamburg–Berlin: Verkehr läuft ab 14. Juni wieder durchgängig

Nach rund neun Monaten Vollsperrung kehrt am 14. Juni 2026 der Verkehr auf der Strecke zwischen den beiden größten deutschen Metropolen zurück. Im Nahverkehr läuft der reguläre Fahrplan, der Busersatzverkehr endet vollständig. Auch die Güterverkehrskapazitäten und die Zulaufstrecken sind wieder durchgehend nutzbar. Zwischen Hamburg und Hagenow Land/Schwerin verkehren die Züge bereits seit dem 15. Mai. Im Abschnitt Hagenow Land–Berlin Spandau laufen aktuell die letzten Abnahmen der neuen Signal- und Stellwerkstechnik sowie Belastungsfahrten, die noch in den ersten Tagen nach der Inbetriebnahme zu abschnittsweisen Geschwindigkeitsreduzierungen führen können (betrifft ausschließlich den Fernverkehr). Die DB InfraGO passt deshalb in Abstimmung mit den Fernverkehrsanbietern die Fahrpläne bis einschließlich 30. Juni vorsorglich im Minutenbereich an.
Die Dimensionen des Vorhabens sprechen für sich: Seit dem 1. August 2025 wurden 165 Kilometer Gleise, 249 Weichen, sieben neue Überleitverbindungen, 678 Signale und 25 Bahnsteige erneuert, an 28 Bahnhöfen liefen größere Modernisierungsarbeiten. An den Stationen Bergedorf, Müssen, Nauen, Falkensee und Albrechtshof sind die Bahnsteige witterungsbedingt vorerst noch nicht oder eingeschränkt barrierefrei erreichbar, hier sind bis zur Aufzugs-Inbetriebnahme Rufbusse im Einsatz. Damit endet eine der größten Einzelbaustellen der deutschen Bahn der vergangenen Jahre.
Zuerst erschienen im BahnBrief vom 8. Juni 2026.