Personenverkehr

ICE L ab 2028 nach Schweden und Norwegen

Ein gänzlich neues internationales Angebot schafft DB Fernverkehr ab Ende 2028. Wie in der vergangenen Woche bekannt wurde, wird Norwegen (nach der Schweiz) das zweite Nicht-EU-Land sein, welches man im ICE der Deutschen Bahn erreichen kann. Denn der ICE L soll ab Fahrplanwechsel im Dezember 2027 zunächst zwischen Hamburg und Kopenhagen eingesetzt werden, womit bereits ein Angebotsausbau stattfindet. Ab Sommer 2028 kommt dann eine tägliche Direktverbindung Berlin–Oslo hinzu. Zwischenhalte sind unter anderem Hamburg, Padborg, Odense, Kopenhagen, Kopenhagen Flughafen, Malmö, Lund, Helsingborg, Göteborg und Frederikstad.

Damit wird es erstmals seit den 90er-Jahren wieder eine Direktverbindung zwischen Deutschland und Norwegen geben und auch erstmals ein ICE nach Schweden eingesetzt. Die Fahrt auf der Gesamtstrecke soll rund 14 bis 15 Stunden dauern, wobei die Eröffnung des Fehmarnbelttunnels in einigen Jahren eine Verkürzung von etwa 2,5 Stunden bedeutet. Klar ist sicherlich, dass die Fahrten auf Teilstrecken, etwa Göteburg-Hamburg oder Berlin-Malmö attraktiver werden, sicherlich aber auch die Gesamtstrecke. Schließlich steigt das Interesse an internationalen Zugverbindungen und die Toleranz für längere Strecken per (durchgehende) Bahn. Die DB verweist etwa auf die erfolgreiche Verbindung von Berlin nach Paris, die im Durchschnitt zu 80 % ausgelastet ist.

Durchgeführt wird die neue Verbindung in Kooperation mit den Bahnen DSB in Dänemark und Vy in Norwegen. Es handelt sich um ein von der EU-Kommission gefördertes Pilotprojekt für grenzüberschreitende Fernverkehre. Welche Lokomotive etwa auf der Gesamtstrecke eingesetzt wird, ist noch unbekannt - jedenfalls bietet der lokbespannte ICE L hierbei maximale Flexibilität.

Land: DeutschlandLand: DänemarkLand: SchwedenLand: NorwegenVerkehrsbetrieb: DBVerkehrsbetrieb: DSBVerkehrsbetrieb: Vy

Zuerst erschienen im BahnBrief vom 11. Mai 2026.