Erster Schritt bei der Wiederinbetriebnahme der Vinschger Bahn

Seit November letzten Jahres ist die Vinschgaubahn zwischen Meran und Mals vollgesperrt. Dies stellte den Höhepunkt der umfangreichen Modernisierungsarbeiten dar, bei denen unter anderem ein modernes Zugsicherungssystem verbaut und die Elektrifizierung der Linie vorgenommen wurden. Mit der Einführung des europäischen Zugsicherungssystems ETCS und des Kommunikationssystems GSM-R erreicht die Vinschger Bahn ein deutlich höheres Sicherheitsniveau und ist nun vollständig in das europäische Bahnnetz integriert. Am 29. März nahmen nun wieder die ersten Züge im Rahmen ihres Probebetriebs Fahrt zwischen Laas und Meran auf. Dabei wird erstmal mit den bestehenden Dieselzügen das neue Signalsystem getestet. Anfang Mai soll der Stundentakt dann wieder auf einen Halbstundentakt verdichtet werden. Während der gesamten Übergangszeit sorgen Ersatzbusse weiterhin für eine verlässliche Anbindung, insbesondere für Pendlerinnen und Pendler sowie Schülerinnen und Schüler.
Ab Juli sollen dann die ersten neuen Elektrotriebzüge des Typs Coradia Stream Fahrt aufnehmen. Sie bieten eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h, 381 Sitzplätze, viel Raum für Fahrräder und einen barrierefreien Einstieg. Ende des Jahres sollen dann alle 15 Züge der STA im Einsatz zwischen Mals, Meran und Bozen sein. Zudem ermöglichen sie ab dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember in Kooperation mit den ÖBB und 6 weiteren Zügen direkte Verbindungen von Mals über Meran und Bozen nach Innsbruck.
Zuerst erschienen im BahnBrief vom 6. April 2026.