Ersatz-Umleitungsstrecke für Sanierung Berlin–Hannover, Lehrter-Stammbahn-Elektrifizierung verzögert

In verschiedenen Etappen wollte die DB eigentlich die Schnellfahrstrecke Berlin–Lehrte ab Oktober einer Korridorsanierung unterziehen. Auch wir hatten bereits über das vorgesehene Umleitungskonzept berichtet: Ab Dezember sollte die parallel verlaufende, größtenteils eingleisige Lehrter Stammbahn elektrifiziert sein und zumindest in eine Fahrtrichtung als Umleitungsstrecke dienen – eigentlich. Denn wie die DB nun bekannt gab, dauert die Elektrifizierung noch bis Ende 2027 an, sodass die Strecke nicht wie geplant zur Verfügung steht. Die Korridorsanierung, in deren Rahmen etwa auch die Feste Fahrbahn bei Stendal erneuert wird, kann natürlich nicht verschoben werden und so muss nun ein Ersatzkonzept her.
Eigentlich vorgesehene Sperrungen auf den Strecken Halle–Eichenberg oder Bebra–Fulda müssen nun verschoben werden, da diese als Ausweichrouten herhalten sollen. Auf der Haupt-Umleitungsstrecke via Magdeburg sollen zusätzliche Ertüchtigungs‑ und Instandhaltungsmaßnahmen gestärkt werden. Für Stendal werde noch geprüft, über Wittenberge zusätzliche Angebote nach Berlin oder Hamburg zu schaffen, um eine durchgehende Anbindung zu erhalten. Die erste Bauphase ab 2. Oktober bis 12. Dezember bleibt jedenfalls wie geplant mit dem ohnehin vorgesehenen Verkehrskonzept bestehen.
Zuerst erschienen im BahnBrief vom 17. August 2026.