Eifelstrecke bald nicht nur elektrifiziert, sondern auch zweigleisig?

Das Land Rheinland-Pfalz hat angekündigt, sich weiterhin für den Ausbau der Eifelstrecke zwischen Trier, Gerolstein und Köln einzusetzen. Nach dem Wiederaufbau der Strecke infolge der Flutkatastrophe 2021 läuft derzeit die Elektrifizierung, die voraussichtlich 2028 einen durchgehenden elektrischen Betrieb ermöglichen soll. Parallel prüfen Bund, Länder und der zuständigen Zweckverband einen abschnittsweisen zweigleisigen Ausbau auf rund zehn Kilometern der insgesamt 160 Kilometer langen Strecke. Ziele sind ein stabilerer Fahrplan, kürzere Fahrzeiten und zusätzliche Kapazitäten für den Güterverkehr. Die Kosten werden auf einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt - Dennoch hatte das Bundesverkehrsministerium noch im Oktober signalisiert, dass es hierfür wohl keine Förderung geben könne, da schlicht kein steigender Bedarf an Güterverkehr prognostiziert werde. Gleichzeitig fordert ein breites Unternehmensbündnis aus der Region den Ausbau und wäre bereit, einen Großteil seiner Logistik auf die Schiene zu verlagern, was nach der Elektrifizierung eben möglich wird. Rheinland-Pfalz signalisiert Finanzierungsbereitschaft, kann den Ausbau jedoch nicht allein tragen und sucht nun das Gespräch mit Nordrhein-Westfalen. Auch der aus der Eifel stammende Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder zeigt sich jetzt offen für Gespräche mit der rheinland-pfälzischen Mobilitätsministerin.
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