Personenverkehr

Deutsche Bundesregierung streicht Trassenpreisförderung für Fernzüge

Die Entscheidung kam unerwartet und überraschte letzte Woche die Branche, als ein Sprecher von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder mitteilte, dass die eigentlich für dieses Jahr zugesagte Entlastung für die erhöhten Trassenpreisentgelte im Fernverkehr nun doch nicht ausbezahlt werde. Es handelt sich dabei um 105 Millionen Euro, der Löwenanteil davon sollte an DB Fernverkehr gehen. Diese Summe müssen DB und andere EVUs, die Fernverkehrszüge betreiben, wie etwa FlixTrain, nun in voller Höhe selbst tragen. Hintergrund ist eine Entscheidung des Rechnungsprüfungsausschusses, dass das Erkenntnis des Bundesrechnungshofes, dass die Trassenpreisförderung unwirtschaftlich sei, schon in diesem Jahr berücksichtigt werden solle. Ein neues Regelwerk werde erst im nächsten Jahr möglich sein. Große Kritik an der ausbleibenden finanziellen Unterstützung für 2025 kam vom Koalitionspartner SPD, den Grünen sowie etwa auch von der Gewerkschaft EVG, welche die Rolle der Politik in dieser Hinsicht als “schizophren” bezeichnete.

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