Personenverkehr

DB investiert 210 Millionen Euro in Sauberkeit bis 2030

DB investiert 210 Millionen Euro in Sauberkeit bis 2030

Die Deutsche Bahn hat Ende August eine Investitionsoffensive vorgestellt, die bis 2030 insgesamt 210 Millionen Euro in Sauberkeit und Sicherheit an Bahnhöfen und in den Zügen fließen lassen soll. DB-Chefin Evelyn Palla nannte als Kernziel, dass saubere Züge und Bahnhöfe künftig die Regel und nicht mehr die Ausnahme sein sollen.

Fokus auf Bordtoiletten

Operativer Schwerpunkt sind die Bordtoiletten. Die Zahl der spezialisierten Reinigungskräfte wurde auf 220 verdoppelt, pro Woche werden rund 52.000 Bordtoiletten gereinigt, die Störungshäufigkeit ist laut DB bereits um 25 Prozent gesunken. Ergänzend sind 44 mobile Handwerkerteams im Einsatz, im ICE- und IC-Werk Berlin-Rummelsburg wird das Rollmaterial zusätzlich einer Handreinigung von bis zu zehn Stunden pro Zug unterzogen.

Kontrast zur Pünktlichkeit

Aus Branchen-Sicht bestätigt die Ankündigung, dass die neue DB-Führung Kundenerlebnis und Servicequalität zum Kernthema erhoben hat. Sie steht allerdings in klarem Kontrast zu einer Pünktlichkeitsquote, die im Fernverkehr zuletzt bei nur 53 Prozent (im Juli) lag. Die 210 Millionen Euro werden nicht ausreichen, um das strukturelle Bild der DB zu verändern, sie sind aber ein sichtbares Signal an einer für die Kundenwahrnehmung sensiblen Stelle.

Land: DeutschlandVerkehrsbetrieb: DB

Zuerst erschienen im BahnBrief vom 31. August 2026.