Coradia Stream für die Brennerstrecke nehmen Betrieb auf

Zwischen Innsbruck, Bozen und Meran werden bald Mehrsystem-Neufahrzeuge vom Typ Coradia Stream von Alstom eingesetzt. Dies geschieht im Zuge der Elektrifizierung der Vinschger Bahn von Meran nach Mals im italienischen Südtirol. Schon seit dem 21. Juni sind die ersten neuen Fahrzeuge jetzt im Oberen Vischgau zwischen Mals und Laas unterwegs und werden bald auf der gesamten Vinschger Bahn bis Meran eingesetzt. Im Halbstundentakt sind die Fahrzeug dann unterwegs und zeigen, was mit einer reaktivierten Nebenbahn, die erst im Dieselbetrieb reaktiviert wurde, alles möglich ist. Bis Ende des Jahres soll die Linie dann bis Bozen und sukzessive Innsbruck durchgebunden werden. Zwischen Innsbruck und Bozen entstehen also auch mehr durchgehende Verbindungen und es wird einfacher, per Regionalzug ohne Umstieg den Brenner zu passieren. Rund 380 Sitzplätze besitzt einer der 21 160 km/h schnellen Züge – Sie gehören den Südtiroler Transportstrukturen AG gekauft, wobei sechs von den ÖBB bzw. dem Land Tirol finanziert sind.
Bis es soweit ist, und die neuen Züge auch Innsbruck erreichen, werden also noch einige Monate ins Land ziehen. Auch am Brenner tut sich bis Dezember aber noch Einiges: So haben die ÖBB eine etwa zweiwöchige Sperre Ende Juli angekündigt. Dringende Arbeiten, etwa die Sanierung von Frostschäden des vergangenen Winters im Mühltaltunnel sowie die Instandsetzungen von Gleisen zwischen Patsch und Brenner stehen an.
Zuerst erschienen im BahnBrief vom 30. Juni 2026.