Baurecht für den S-11-Ausbau: Köln Hbf bekommt Gleis 12 und 13

Beim Ausbau der S 11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach liegt für zwei von vier Abschnitten das Baurecht vor. Das Eisenbahn-Bundesamt hat die Planfeststellungsbeschlüsse für den Kölner Hauptbahnhof und für den Bahnhof Bergisch Gladbach erteilt. Der Kölner Hauptbahnhof bekommt damit am Breslauer Platz zwei zusätzliche S-Bahn-Gleise mit den Nummern 12 und 13, dazu einen neuen Mittelbahnsteig: 215 Meter lang, 96 Zentimeter hoch, mit eigenen Aufzügen und Rolltreppen. Aufgeteilt wird dann nach Richtungen. An Gleis 12 und 13 fahren die S-Bahnen Richtung Hansaring ab, am bestehenden Bahnsteig an Gleis 10 und 11 jene Richtung Messe/Deutz. Erstmals können damit zwei S-Bahnen je Richtung gleichzeitig im Hauptbahnhof stehen.
Und genau darum geht es. Der Rückstau auf der Hohenzollernbrücke entsteht laut DB nicht durch zu wenige Gleise auf der Brücke, sondern durch die langen Haltezeiten in Köln Hbf und Messe/Deutz. Die Brücke selbst muss deshalb nicht ausgebaut werden. Nebenbei: Die Voraussetzungen für die neuen Bahnsteige wurden schon beim Bau der U-Bahn-Station Breslauer Platz mitgeplant. In Bergisch Gladbach entstehen ein zusätzlicher Mittel- und ein Außenbahnsteig, der Bahnübergang Tannenbergstraße weicht einer Unterführung.
Der Haken bleibt: Zwei Abschnitte fehlen noch, darunter der mit dem zweiten Gleis zwischen Dellbrück und Bergisch Gladbach. go.Rheinland rechnet frühestens Mitte 2027 damit. Ein Baustart ist weiter offen. Aus Angaben der Stadt Bergisch Gladbach lässt sich Ende 2030 bis Anfang 2032 ableiten, mit bis zu anderthalb Jahren Vollsperrung. Ziel ist der Zehn-Minuten-Takt. Heute fahren die Züge alle 20 Minuten.
Zuerst erschienen im BahnBrief vom 24. August 2026.