13 FLIRT Evo-Züge für die Verkehrsbetriebe Fribourg bestellt

Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe erneuern ihre Normalspurflotte. Am Freitag haben die TPF bei Stadler 13 vierteilige FLIRT Evo bestellt, für 117 Millionen Franken. Der erste Zug soll im Dezember 2028 den kommerziellen Betrieb aufnehmen, danach folgt etwa alle zwei Monate ein weiterer. Jede Garnitur ist 73,5 Meter lang, fährt 160 km/h und bietet 164 Sitzplätze. Mit Stehplätzen kommt man auf 369 Fahrgäste pro Zug. Die TPF rufen eine Option aus jenem Rahmenvertrag ab, den die SBB zusammen mit Thurbo und RegionAlps im Mai 2022 an Stadler vergeben haben. Es ist mit bis zu 510 Triebzügen das grösste Rollmaterialgeschäft der Schweizer Bahngeschichte. Die SBB vertraten in der Beschaffung von Anfang an auch die TPF, die Neuenburger transN und die Chemins de fer du Jura. Von diesen Unternehmen könnten also noch weitere Bestellungen folgen.
Pro Fahrzeug zahlen die Freiburger rund neun Millionen Franken. Im Ursprungsauftrag von 2022 lag der Schnitt laut Thurbo bei etwa sieben Millionen. Teuerung und Ausstattung dürften den Unterschied grösstenteils erklären. Auffällig ist ohnehin, dass die Freiburger Version dichter bestuhlt ist als jene der SBB: Deren Vierteiler sind gleich lang, haben aber nur 146 Sitzplätze. Ersetzt werden die neuen Fahrzeuge die Domino-Triebzüge. Sie kamen trotz ihres höheren Alters erst 2021 im Rahmen der Partnerschaft zwischen SBB und TPF nach Freiburg, damals für den Ausbau des RER Fribourg. Schweizweit ist für diese Flotte bis Mitte der 2030er-Jahre Schluss. Auf der Meterspur zwischen Palézieux, Bulle und Montbovon bleibt alles beim Alten, dort fahren weiterhin zehn FLIRT. Langfristig besteht die Normalspurflotte der TPF aus acht FLIRT und 13 FLIRT Evo.
Zuerst erschienen im BahnBrief vom 24. August 2026.